St. Jürgens Kirche zur Grube

Restaurierung und Wiederherstellung der Traufpflasterung

Foto v.l.: Johannes Schindler, Dr. Raimund Becker-Ritterspach (beide DSD-Ortskuratorium Lübeck), Gernot Schneider (Kirchengemeinderat), Florian Blömer (LOTTO Schleswig-Holstein) 

 

Mittel der GlücksSpirale in Höhe von 20.000 Euro ermöglichen die Restaurierung und Wiederherstellung der Traufpflasterung an der St. Jürgen Kirche zu Grube im Kreis Ostholstein

 

Im September 2018 überbrachten Johannes Schindler und Dr. Raimund Becker-Ritterspach vom Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) sowie Florian Blömer von LOTTO Schleswig-Holstein den symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen am Traufpflaster an Gernot Schneider vom Kirchengemeinderat der St. Jürgen Gemeinde. 

Das neue Traufpflaster soll die Fassade der erstmals im Jahre 1232 erwähnten Kirche mit einem wasserabweisenden Belag bestmöglich gegen Schlagregen und Spritzwasser schützen. Deshalb wurde die neue Traufpflasterung im Gegensatz zur vorherigen vollständig vermörtelt. 

Rund 1,2 Millionen Euro flossen insgesamt in die grundlegende Sanierung der Kirche. Neben den offensichtlichen Teilen wie Dach, Mauerwerk und Fundament wurden viele nichtsichtbare Teile im Dachstuhl, Glockenturm und Heizungsanlage repariert, restauriert und saniert.

Anlass der Sanierung war im Jahr 2016 der massive Holzwurmbefall im Gebälk. Schnell wurde ersichtlich, dass die fast 800 Jahre alte Kirche in einem großen Umfang saniert werden muss. Feuchtigkeit im Dachstuhl und Fundament, Mörtelzerfall und tiefe Risse im Mauerwerk des Glockenturms, eine in die Jahre gekommene Heizungsanlage sowie viele weitere Baustellen sorgten letztlich für ein millionenschweres Projekt.

Der Kirchbau selbst – ein längsrechteckiger, flach gedeckter Backsteinsaal aus der Mitte des 13. Jahrhunderts - repräsentiert die Spätform des in Ostholstein in der Frühgotik auftretenden Saaltyps. Neben einem barocken Dachreiter überragt der fast schiffsbreite, quadratische Westturm, der wohl spätgotisch ist, mit seinem Walmdach das Kirchenschiff.

Hauptstück der Ausstattung ist der Schnitzaltar mit zwei beweglichen und zwei feststehenden Flügeln aus der Zeit um 1475. Im Schrein ist der Kreuzigung Christi mit vielen Figuren dargestellt. Vier Heilige und Apostel in den Flügeln stehen in zwei Reihen übereinander. Die qualitätvolle Farbfassung wurde in den 1990er Jahren freigelegt. Zudem hält St. Jürgen einen hölzernen Taufengel aus dem Jahr 1768, eine bauchige Holzkanzel von 1760, eine prächtige Gutsloge von 1657 und das Epitaph des Kaufmanns Wulf mit einem Knorpelwerkrahmen, der auf das Jahr 1660 datiert wird, als besondere antike Schätze bereit.

Die St. Jürgen Kirche zu Grube ist eines von mittlerweile über 190 Projekten, die die private Stiftung Denkmalschutz dank Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und Spenden allein in Schleswig-Holstein fördern konnte. Die Lotterie GlücksSpirale der 16 Landeslotteriegesellschaften des Deutschen Lotto-und Totoblocks generiert seit 1991 Einnahmen zum Erhalt wertvoller Bausubstanz bedrohter Kulturgüter. Bundesweit konnten so bereits über 5000 Projekte unterstützt werden.

 

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